Wettersteingebirge

Das Wettersteingebirge

Das Wettersteingebirge, die Heimat von Deutschlands höchstem Berg der Zugspitze, wird im Volksmund auch gerne nur Wetterstein genannt.
Im Wettersteingebirge fühlen sich vor allem die Bergsteiger und Kletterer zu Hause da es hier viele interessante Routen mit Kraxl-Einlagen gibt. Bergwanderer kommen hier natürlich genauso auf ihre Kosten, müssen aber damit rechnen, dass hier größere Höhenunterschiede zu meistern sind als in anderen Wandergebieten.

Die Kombination von Almen und schroffen Felsregionen ist nicht nur einzigartig in den bayrischen Alpen, sondern bietet auch Lebensraum für seltene Tierarten wie Steinadler, Alpenmurmeltiere, Gämsen, Alpendohlen, der Kreuzotter oder dem Alpensalamander.

Lage und Größe

Die Berg-Gruppe des Wettersteingebirges ist den Ostalpen in der gesamten Länge vorgelagert. Es ist flächenmäßig relativ übersichtlich und zwischen den Orten Garmisch, Mittenwald, Seefeld in Tirol und Ehrwald eingebettet. Somit teilen sich Tirol und Bayern wieder einmal die Anteile an dieser Bergregion.

Der Alpenverein teilt das Wettersteingebirge in die Gruppen Zugspitze und Plattumrahmung, den Riffelwandkamm (Seitenkamm nördlich der Zugspitze),  den Waxensteinkamm (Fortsetzung des Riffelwandkamms), den Blassenkamm (mittlerer Kamm des Wettersteins von der Zugspitze zur Alpspitze und weiter), den Wettersteinkamm selbst (südlichster und längster der drei Kämme des Wettersteins, vom Gatterl bis Mittenwald) und den Arnstock (selbstständiger Gebirgsstock bei Scharnitz)
In gewissen Alpeneinteilungen werden das Wettersteingebirge und die Mieminger Kette übrigens als ein Gebirge betrachtet.

Zu genauen Abmessung liegen uns aktuell noch keine Daten vor.

Die Berge im Wettersteingebirge

Der Hauptgipfel des Wettersteins ist die Zugspitze, die mit 2.962 Metern Höhe gleichzeitig der höchste Berg Deutschlands ist.
Zahlreiche Routen führen auf diesen Berg, sowohl von bayrischer als auch von Tiroler Seite.

Insgesamt hat das Wettersteingebirge 150 vermessene Berge wovon über 15 Stück über 2.500 Meter Höhe aufweisen.
Die 10 höchsten Berge im Wetterstein sind:

  • Zugspitze (2.962 m)
  • Schneefernerkopf (2.875 m)
  • Zugpsitzeck (2.820 m)
  • Nördliche Wetterspitze (2.750 m)
  • Mittlere Wetterspitze (2.750 m)
  • Hochwanner (2.746 m)
  • Mittlere Höllentalspitze (2.745 m)
  • Innere Höllentalspitze (2.743 m)
  • Äußere Höllentalspitze (2.721 m)
  • Östliche Wetterspitze (2.720 m)

 

Weitere sehr bekannte Berge für Bergsteiger sind:

  • Alpspitze (2.629 m)
  • Musterstein (2.478 m)
  • Hochblassen (2.706 m)
  • Leutascher Dreitorspitze (2.682 m)
  • Großer Waxenstein (2.277 m)
  • Gehrenspitze (2.367 m)
  • Große Arnspitze (2.196 m)
  • Osterfelderkopf (2.050 m)
  • Stuiben (1.921 m)
  • Schachen (1.866 m)
  • Partenkirchner Dreitorspitze  (2.633 m)
  • Alpspitze (2.629 m)
  • Große Riffelwandspitze (2.626 m)
  • Schüsselkarspitze (2.538 m)
  • Oberreintalschrofen (2.522 m)
  • Öfelekopf (2.479 m)

 

 Benachbarte Gebirge

Das Wetterstein grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

 

Wandern und Bergsteigen im Wettersteingebirge

Die Nähe des Gebirges zu etlichen großen Städten im süddeutschen Raum, die schöne Landschaft und die zahlreichen Seilbahnen sind Schuld daran, dass das Gebirge in der Wandersaison recht überlaufen ist.
Der Naturfreund findet jedoch auch hier abgelegene Ecken und Routen wo er dem Berg-Tourismus entkommen und die Ruhe der Berge genießen kann.

Sehr häufig bestiegen wird natürlich die Zugspitze, was allerdings schon eine recht langwierige Angelegenheit ist weil man schon 6 und mehr Stunden unterwegs sein kann.
Beliebt ist daneben auch die Alpspitze. Sie ist nur durch mehrere Klettersteig-Anlagen zu erreichen und daher bei den Bergsteigern, die auch gerne ein wenig Klettern, ein sehr beliebtes Gipfelziel.
Verbunden werden Zugspitze und Alpspitze übrigens durch den Jubiläumsgrat.

Kletterer kommen entlang des Blassenkamms über die Gipfel von Innerer, Mittlerer und Äußerer Höllentalspitze auf ihre Kosten.
Rund um die Oberreintalhütte und die Südseite der Schüsselkarspitze sowie der Scharnitzspitze gibt es zudem viele Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade.

Hütten im Wettersteingebirge

Vom deutschen Alpenverein gibt es 6 Hütten mit  Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten.
Es sind:

  • Das Münchner Haus (2.962 m) auf der Zugspitze
  • Die Meilerhütte (2.366 m)
  • Die Knorrhütte (2.052 m)
  • Das Kreuzeckhaus (1.652 m)
  • Die Höllentalangerhütte (1.379 m)  und die
  • Reintalangerhütte (1.366 m)

Darüber hinaus gibt es zum Beispiel das privat betriebene Schachenhaus (1.866 m) am Schachenschloß und die Wiener Neustädter Hütte (2.209 m) die Verpflegung und Unterkunft für Bergsteiger bieten.
Zu nennen ist hierbei auch noch das ebenfalls privat geführte Kreuzjochhaus von dem man im Sommer eines der schönsten Panoramen der bayrischen Alpen überhaupt vor sich hat.

Wer gerne eine Selbstversorger-Hütte hätte, findet diese in der Waxensteinhütte. Sie wird von der Münchner Sektion des deutschen Alpenvereins unterhalten.