Suunto Ambit – GPS Outdoor-Uhr

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Test und Kaufempfehlung

Eine Outdoor-Uhr für alles

GPS-Uhren sind in vielen Sportarten mittlerweile ein gewohnter Anblick geworden. Ein Produkt, das dabei Maßstäbe gesetzt hat, ist die Suunto Ambit. Die Uhren aus der Top-Serie der Finnen aus Vantaa waren die ersten echten GPS-Multifunktionsuhren am Markt. Es gab vor ihr den einen oder anderen Chronometer, der über einen GPS-Empfänger verfügte. Aber die Ambit verband erstmalig die GPS-Ortungstechnik mit der Leistung einer Outdooruhr und eines Trainingscomputers.

Kaum ein Wunsch, der offen bleibt

Ein kurzer Überblick offenbart ein kompaktes Stück High-Tech, bei dem die Entwickler so gut wie alles richtig gemacht haben. Das Prinzip ist einfach: Alle Informationen, die bei einer bestimmten Art von Aktivität interessant sein könnten, werden in einem Gerät gesammelt, stehen mit einem Blick aufs Handgelenk zur Verfügung und können im Nachgang ausgewertet werden. Was bei der Suunto Ambit 2 noch einmal mehr hervorsticht, ist die Vielseitigkeit. Auch durch das einzigartige Verwaltungskonzept über die Plattform movescount.com.

Die Grundbausteine sind neben den Chronometerfunktionen das Barometer als Höhenmesser und Witterungsindikator, ANT+ Kompatibilität für Pulsgurte und Trainingssensoren, ein leistungsfähiger Datenspeicher mit USB-Schnittstelle und natürlich der GPS-Empfänger, der für viele Einsatzzwecke der Kern der Sache ist. Das GPS ist schnell und zuverlässig. Handgeräte sind bei Handling und Exaktheit teils überlegen, passen aber nicht ans Handgelenk. Auf dem gut aufgeräumten Display können die Routen, Barometer- und Höhendaten auch grafisch angezeigt werden. Pluspunkte sammelt die Uhr zudem durch die notwendige Robustheit und die gelungene ergonomische Gestaltung des Geräts an sich und der Menüs und Anzeigen. Mit 50 mm ist sie sehr groß, aber dabei richtig schick. Sie trägt sich gut und stört keine Bewegung, wobei manche Nutzer berichten, dass sie das Armband haben tauschen lassen.

Perfektion in Varianten

Die Suunto Ambit hat ihren Siegeszug auf den hohen Gipfeln angetreten. Von dort aus hat das Multifunktionstalent schnell Liebhaber in ganz anderen Bereichen gefunden. Diese Entwicklung lässt sich an den neuen Modellen nachvollziehen. Aktuell sind die Suunto Ambit 2 und die Suunto Ambit 2S. Die größten Unterschiede beider Varianten zum Vorgänger liegen in den ausgebauten Funktionen als Trainingscomputer im Multisportbereich: erweiterte Unterstützung von ANT+ Leistungsmesssystemen, Abnahme von Schwimmgeschwindigkeit und Schwimmzugfrequenz, Wechsel zwischen Aktivitätsprofilen auf Knopfdruck, gleichzeitige Nutzung von bis zu fünf parallelen Apps. Das und mehr bietet Triathleten und Sportlern, die in unterschiedlichen Bereichen aktiv sind, jederzeit perfekte Unterstützung.

Die Suunto Ambit 1 und 2 gibt es in „black“ und „silver“. Die Ambit 1 wiegt 78 g, die Ambit 2 ist 83 g oder als Variante „sapphire“ mit extrem bruch- und kratzfestem Saphirglas 92 g schwer. Sie sind sie bis 100 m wasserdicht. Die Ambit 2S verzichtet auf speziell alpine Elemente wie Barometer und Kompass und ist wasserdicht bis 50 m. So wiegt sie nur 72 g und ist günstiger zu haben. Farbig kommt die Ambit 2 S als „red“, „lime“ und „graphite“. Jede der Varianten gibt es mit dem Zusatz „HR“ auch inklusive Pulsgurt.

Movescount – mit der Uhr ins Internet

Einzigartig an der Suunto Ambit ist die Art, wie Daten und Apps verwaltet werden. Suunto geht hier einen eigenen Weg mit äußerst interessanten Resultaten. Die Uhr wird nämlich nicht über das Drücken von Knöpfchen gesteuert, sondern über das zugehörige Profil auf der Plattform movescount.com, mit dem sich die Ambit mittels USB-Anschluss verbindet. Auf dieser Plattform passiert alles bequem per Notebook oder PC. Apps hinzufügen, ändern und verwalten, Touren und Trainings vorbereiten und auswerten, Routen einrichten und vieles mehr.

Der Vorteil, die komplexen Funktionen eines solchen Minicomputers am Laptop zu bearbeiten, liegt auf der Hand. Dazu kommen die Vorteile einer Community, die zum posten, kommentieren und kennenlernen einlädt. Hier kann man einfach eigene Routen teilen oder nach Touren suchen und sie direkt auf das eigene Gerät laden. Die Bedienbarkeit der Seite steht der Uhr selbst in nichts nach. Einziger Wermutstropfen ist die Abhängigkeit von einem online-Zugang.

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Das Multitalent für Multisportler

In sieben Modi ist für verschiedene Aktivitäten voreingestellt, wie die Ambit Daten aufnimmt und anzeigt: Indoortraining, Laufen, Radfahren, Beckenschwimmen, Outdoorschwimmen, Triathlon und ein allgemeiner Sportmodus. Außerdem kann jeder Nutzer sich individuelle Profile zusammenstellen. Es lohnt sich, einen kurzen Blick darauf zu werfen, wie der Sportler bei verschiedenen Aktivitäten von der Ambit und insbesondere von ihren GPS-Funktionen unterstützt wird.

Alpin und Outdoor

Hier stehen klar die Orientierungsfunktionen im Vordergrund. Auch im alpinen Gelände und abseits bekannter Wege weiß der Besitzer der Ambit immer, wo er ist. Die GPS-Daten ergänzen sich durch Höhen- und Wetterbestimmung mittels Barometer. Die „Fused Alti“-Funktion ermittelt dadurch eine exaktere Höhenangabe. Die Ambit 2S ohne Barometer ist dafür nicht gedacht.

Touren können mit bis zu 100 Wegpunkten direkt oder über Movescout gespeichert und mittels GPS und Kompass annavigiert werden. Mit der „Find Back“-Funktion kann der Weg zum Beispiel bei einem Wettersturz auch zurück gegangen werden. Der Speicher der Ambit2 reicht für 50 Routen mit bis zu 10000 Routenpunkten. Die erstellten Routen sind exportierbar als .kml oder .gpx-Format.

Laufen und Trailrunning

Hier liegt das Augenmerk auf den Trainingsfunktionen. Die Ambit empfängt dank ANT+ die Leistungsdaten angeschlossener Sensoren und zeigt auf einen Blick alle relevanten Werte an: Herzschlag, Trittfrequenz, Geschwindigkeit etc. Die GPS-Daten sorgen dabei für exakte Daten über Geschwindigkeit und die gelaufene Strecke.

Neben der permanenten Überwachung der Leistungsdaten für ein angepasstes Training ermöglicht die Speicherung von Rundendaten auch die spätere, einfache Auswertung von Trainingseinheiten. Hier kommt wieder Movescount ins Spiel. Das Portal bietet stark individualisierbare Möglichkeiten, die persönlichen Daten zu speichern und zu verwerten.

Dazu kommen Funktionen wie „Autopause“, die verhindert, dass Trainingsdaten durch einen kurzen Stopp an bei der Straßenüberquerung verfälscht werden, und „Fused-Speed“, die Glättung der Geschwindigkeitsanzeige durch Abgleich von GPS und Beschleunigungssensor.

Radfahren

Der Radfahr-Modus ähnelt dem Laufmodus, hat aber seine Besonderheiten. Es kommen andere Sensoren zum Einsatz und die Anzeige der aktuellen Werte ist angepasst. Neben dem Puls interessiert zum Beispiel die Trittfrequenz. Außerdem ist die Suunto Ambit 2 und die 2 S mit bis zu drei Bike Pods auch mit Power Pods zur Leistungsmessung komatibel. Da die Ambit mit den entsprechenden Sensoren nicht nur auf das GPS-Signal angewiesen ist, kann sie auch indoor oder im Fitnesstudio eingesetzt werden.

Schwimmen

Die Ambit wird dank Wasserdichte und Tiefenmessung gern auch als Tauchuhr und bei Schwimmen eingesetzt. Die weiter entwickelte Ambit 2 will nun auch der perfekte Begleiter beim Schwimmen draußen oder in der Halle sein. Hervorzuheben sind hier die Messung der Zugfrequenz, der Distanz und der Geschwindigkeit. Auch die automatische Stilerkennung macht Freude: Die Ambit unterscheidet Freistil, Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Schmetterling. Outdoor unterstützt das GPS die Geschwindigkeitsmessung, indoor steht immer noch der Beschleunigungssensor zur Verfügung. Die Pulsmessung ist leider nicht möglich, der die ANT+ Übertragung des Brustgurtes im Wasser gestört wird.

Triathlon und Multisport

Der Triathlon-Modus ist für Schwimmen, Radfahren und Laufen eingerichtet. Auf Knopfdruck kann die Ambit 2 zwischen verschiedenen Aktivitäten wechseln. Auf Movescount kann ein Nutzer sich dann auch eigene Profile unterschiedlichster Sportarten kombiniert einrichten. Zur Analyse speichert die Uhr alle Daten gesammelt als Wettkampfeinheit. Damit ist die Suunto Ambit 2 und 2S ein Leckerbissen für jeden, dem eine Art von Bewegung zu wenig ist.

Ausführliche Testberichte findet ihr hier: Link.

Wer eine Outdoor-Uhr sucht, dabei aber auf GPS verzichten kann, sollte eher einen Blick auf die Suunto Core werfen. Allen anderen sei die Ambit klar empfohlen.

 

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Robert Ossiander

Gründer der Berghelden-Seite und Bergliebhaber. "Es gibt fast nix schöneres, als die Freizeit auf einem Berg zu verbringen und die Welt von oben zu betrachten. Da wird die Welt angehm langsam und die vermeintlich große Rolle des Menschen wird unwesentlich." Viel Spaß mit unseren Tourenbeschreibungen und Berichten!

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